Wie lange dauert eine Psychotherapie und wie läuft sie ab?


So unterschiedlich wie die Menschen und deren Schwierigkeiten sind auch die Längen der Psychotherapien. Manchen KlientInnen genügen 5-10 Stunden als Impuls, um einen neuen Weg zu gehen, den sie schon vorher ins Auge gefasst hatten. Die Meisten arbeiten etwa 20-50 Stunden mit mir, um problematisches Gelände hinter sich zu lassen und neue Wege dauerhaft zu begehen. Einzelne KlientInnen tragen an sehr schweren "Rucksäcken" und müssen daher entsprechend langsam und lange gehen, um sich nicht zu überfordern.



Was ist dabei die Arbeit des Therapeuten?


Sehr treffend ist der Vergleich mit einem Bergführer: Der/die KlientIn bestimmt, wohin gegangen werden soll. Der Therapeut kennt diese Gegend und die entsprechenden Wege sehr gut und ist belastbar. Er hilft auf dem Weg erholsame Rastplätze zu finden, gesicherte Wege zu benutzen und gibt Unterstützung in kritischen Situationen. Den Weg geht jede/r KlientIn selbst - was dazu führt, dass er/sie sich nachher gestärkt und ermutigt wieder verabschieden kann.
Typischer Therapieverlauf:


  1. Orientierung und Rückschau: - Was sind die Probleme genau? - Was sind die Ursachen? - Wo liegen die Ressourcen
  2. Parallele Arbeit an Problemen des Alltags und mit dem Unbewußten
  3. Festigung und Umsetzung von neuen Erkenntnissen und Erfahrungen


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